Die kurze Antwort
Ja – aber es kommt darauf an, was Sie mit den Mandantendaten tun wollen. Einzelne Dokumente kann DATEV Copilot zusammenfassen und dialogbasiert erschließen; die Verarbeitung erfolgt laut DATEV „ausschließlich innerhalb der DATEV-Cloud". Strukturierte Daten wie BWAs oder Tabellen kann der Copilot nach DATEV-Angaben aktuell noch nicht auswerten, und für die KI-Recherche in LEXchat ist die Eingabe von Mandantendaten ausdrücklich untersagt. Offen bleibt die Abfrage, die Kanzleien am häufigsten brauchen: eine Rechtsfrage im Kontext des konkreten Mandanten – über den gesamten Mandantenbestand.
Was DATEV Copilot mit Mandantendaten kann
DATEV Copilot ist ein kostenfreier KI-Assistent, laut DATEV derzeit in der Testphase; die Integration in die DATEV-Cloud-Lösungen ist für 2026 geplant. Beworben werden Texterstellung, -verdichtung und -übersetzung sowie die „Analyse und dialogbasierte Erschließung von Dokumenten" – verarbeitet laut DATEV ausschließlich innerhalb der DATEV-Cloud.
Wer einen Vertragsentwurf zusammenfassen oder ein längeres Schreiben im Dialog erschließen möchte, ist damit adressiert. Eine klare Grenze zieht DATEV selbst – wörtlich auf der Shop-Seite:
„Die Auswertung und Analyse strukturierter Daten, wie beispielsweise BWAs, Tabellen, Excel-Dateien oder vergleichbare Datensätze – ist aktuell noch nicht möglich."
BWAs und andere strukturierte Mandantendaten bleiben damit vorerst außen vor – für viele Kanzleien gerade der interessanteste Anwendungsfall.
Recherche ist die Ausnahme: das LEXchat-Eingabeverbot
Anders bei LEXchat, der lizenzpflichtigen KI-Recherche in LEXinform plus. Die Produktseite formuliert eine eindeutige Verpflichtung:
„Der Nutzer verpflichtet sich, im Rahmen der Konversation mit der KI keine personenbezogenen, berufsrechtlich geschützten oder sonstigen besonders sensiblen Daten einzugeben."
Für die Recherche per LEXchat dürfen also keine Mandantendaten eingegeben werden. Das ist kein DATEV-spezifisches Defizit, sondern bei Verlags- und Recherche-KIs üblich – es schützt das Berufsgeheimnis. Die praktische Konsequenz: Rechtsfrage und Mandantenfall müssen getrennt bleiben. Wer wissen will, wie eine Norm auf den konkreten Mandanten wirkt, muss abstrahieren und das Ergebnis von Hand übertragen.
Dass DATEV Mandantendaten nicht generell von seiner KI fernhält, zeigt die KI-Werkstatt, eine Experimentierplattform mit Prototypen: In bestimmten Tools wie DATEV GPT oder dem Summarizer erlaubt DATEV nach eigener Aussage ausdrücklich die Verarbeitung personenbezogener und sensibler Daten – es würden „keine personenbezogenen Daten extern gespeichert oder für Trainingszwecke genutzt". Die Verarbeitung läuft über Microsoft Azure; an OpenAI werden die Daten laut DATEV nicht weitergegeben.
Übersicht: Mandantendaten in DATEV-KI-Produkten
| Produkt | Mandantendaten erlaubt? | Quelle der Aussage |
|---|---|---|
| DATEV Copilot | Dokumente: ja (Erschließung in der DATEV-Cloud); strukturierte Daten (BWAs, Tabellen, Excel): „aktuell noch nicht möglich" | DATEV-Shop-Seite zum Copilot (wörtliches Zitat) |
| LEXchat (LEXinform plus) | Nein – Eingabe personenbezogener, berufsrechtlich geschützter oder besonders sensibler Daten untersagt | DATEV-Produktseite zu LEXchat (wörtliches Zitat) |
| KI-Werkstatt-Prototypen (z. B. DATEV GPT, Summarizer) | In bestimmten Tools ja – laut DATEV ausdrücklich erlaubt; keine externe Speicherung, kein Training | DATEV-Innovationsseiten zur KI-Werkstatt |
Stand: Juni 2026. Alle Angaben laut öffentlich zugänglicher DATEV-Website (Shop-/Produkt-/Innovationsseiten), wörtliche Zitate gekennzeichnet, ohne Gewähr. Maßgeblich sind die aktuellen DATEV-Nutzungsbedingungen.
Die offene Lücke: Rechtsfrage + Mandantenkontext in einer Abfrage
Über alle drei Angebote bleibt eine Abfrage unbeantwortet: die Kombination aus Rechtsfrage und konkretem Mandanten – über den gesamten Mandantenbestand. Der Copilot erschließt einzelne Dokumente, wertet aber keine strukturierten Bestände aus; LEXchat recherchiert, darf den Mandanten aber nicht kennen.
Genau für diese Lücke ist Arminius gebaut. Arminius bindet die DATEV-Bestände der Kanzlei an und beantwortet Fragen wie „Welche Risiken bestehen bei der Betriebsaufspaltung unseres Mandanten?" direkt – mit Recherche in Gesetzen, BFH-Rechtsprechung und BMF-Schreiben im Kontext der Mandantendaten. Jede Antwort wird automatisch mit Originalquellen belegt, sodass der Berufsträger prüfen statt suchen kann. Wie die Anbindung funktioniert, zeigt unser Leitfaden zur KI-DATEV-Integration.
Zur Sicherheit: Arminius wird ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben, mit getrennten Kanzlei-Bereichen und eigener Datenbank je Kanzlei – Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO inklusive protokollierter Löschung, TLS 1.3 bei der Übertragung, AES-256 mit eigenem Schlüssel je Kanzlei für gespeicherte Dokumente, kein Training mit Kundendaten.
Sehen Sie Arminius mit Ihren eigenen Fragen
Im unverbindlichen Beratungsgespräch zeigen wir live, wie Arminius Rechtsfragen im Kontext Ihrer Mandantendaten beantwortet.
Beratungsgespräch vereinbarenUnverbindlich · wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen
Häufige Fragen
Darf ich Mandantendaten in DATEV Copilot eingeben?
Für einzelne Dokumente ja: DATEV bewirbt den Copilot für die Analyse und dialogbasierte Erschließung von Dokumenten, verarbeitet wird laut DATEV ausschließlich innerhalb der DATEV-Cloud. Strukturierte Daten wie BWAs, Tabellen oder Excel-Dateien kann der Copilot nach DATEV-Angaben aktuell noch nicht auswerten.
Kann DATEV Copilot BWAs auswerten?
Nein, derzeit nicht. DATEV schreibt auf der Shop-Seite zum Copilot wörtlich: „Die Auswertung und Analyse strukturierter Daten, wie beispielsweise BWAs, Tabellen, Excel-Dateien oder vergleichbare Datensätze – ist aktuell noch nicht möglich" (Stand: Juni 2026). Beworben wird der Copilot für Texterstellung, -verdichtung und -übersetzung sowie die Erschließung von Dokumenten.
Darf ich in LEXchat Mandantendaten eingeben?
Nein. Laut DATEV-Produktseite verpflichtet sich der Nutzer, „im Rahmen der Konversation mit der KI keine personenbezogenen, berufsrechtlich geschützten oder sonstigen besonders sensiblen Daten einzugeben". Rechtsfragen müssen in LEXchat daher abstrakt formuliert werden, ohne Bezug zum konkreten Mandanten.
Welche KI darf Mandantendaten verarbeiten?
KI-Lösungen mit Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen und vertraglich geregelter Verarbeitung. Pauschale Consumer-Chatbots erfüllen das nicht. DATEV erlaubt die Verarbeitung in bestimmten Produkten ausdrücklich; auch Arminius arbeitet als Auftragsverarbeiter mit AVV nach Art. 28 DSGVO.
Wie verbindet Arminius DATEV-Daten mit KI-Recherche?
Arminius bindet die DATEV-Bestände der Kanzlei an und beantwortet steuerrechtliche Fragen direkt im Kontext dieser Daten – mit Recherche in Gesetzen, BFH-Rechtsprechung und BMF-Schreiben. Jede Antwort wird automatisch mit Originalquellen belegt. Gehostet wird ausschließlich in deutschen Rechenzentren, mit eigener Datenbank je Kanzlei und Pflicht-Zwei-Faktor-Authentifizierung.